25kV – Bürogebäude in Rotterdam

Der Name des Bürogebäudes – 25kV-Gebouw – erinnert noch an seine alte Nutzung, denn ursprünglich beherbergte der Stahlskelettbau aus den 50er-Jahren Transformatoren eines holländischen Energiekonzerns. Die komplett geschlossenen Betonfassaden sollten im Rahmen eines Wettbewerbs geöffnet und die Innenräume in flexible Büros umgewandelt werden. Robert Winkel gewann mit der Idee, die straßenseitige Fassade vollständig abzubrechen und einen 2 Meter tiefen Glasvorbau anzuhängen. In der gewonnenen Fläche sitzen opake Glasboxen für Teeküchen und Sanitäreinrichtungen. Wunsch der Architekten war, ein sich ständig wandelndes Bild aus Gegenständen und sich bewegenden Personen zu kreieren. Die Fassade soll wie eine Leinwand wirken, die die Aktivitäten im Haus für die Passanten auf der Straße sichtbar macht. Für die Menschen in dem Gebäude ist der Bereich zwischen innen und außen ideal, um sich mit Kollegen auszutauschen oder eine kurze Pause zu machen. Durch Lüftungslamellen in Boden und Dach des Vorbaus herrscht dort immer ein angenehmes Klima. Fast hat man das Gefühl, im Freien zu stehen. Doch erfüllen die Lamellen noch einen anderen Zweck: In einem Brandversuch, bei dem Rauch in das Gebäude geblasen wurde, wies man nach, dass die Entrauchung funktioniert und die Fluchtwege bedenkenlos benutzt werden können. So konnte der Vorbau trotz mehrgeschossiger Lufträume ohne abgeschlossene Rauchabschnitte realisiert werden.

25kV – Bürogebäude in Rotterdam
© Luuk Kramer

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